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Magischer Realismus

 

Dem „Magischen Realismus“ begegnete ich zuerst in der Literatur, beim Lesen des Romans Hundert Jahre Einsamkeit (Cien años de soledad) des kolumbianischen Autors Gabriel García Márquez. Er verbindet in seinen Erzählungen realistische Handlungen mit fantastischen, „magischen“ Elementen und folgt damit einem Erzählstil, der vor allem für die ältere Generation der ländlichen Gegenden Kolumbiens ganz typisch ist: Es wird von Dingen oder Begebenheiten erzählt, die übernatürlich und phantastisch klingen, aber in der Erzählung werden sie so dargestellt, als seien sie ganz natürlich und realistisch. Auf diese Weise erhält die Wirklichkeit eine zusätzliche, „magische“ Komponente.

 

Während meiner Zeit in Kolumbien hat mich diese Art, das Leben wahrzunehmen, stark geprägt. Das spiegelt sich auch in meiner Malerei wider – vorwiegend in meinen eher figürlichen Bildern von 2006-2012 (siehe Galerie Einblicke–Ausblicke).
„Reale“ Elemente des Lebens sind hier nach Art einer Collage neu zusammengestellt. Aus der Kombination von inneren (erdachten, erfühlten imaginären) und äußeren (realen) Welten ergibt sich eine neue poetische Sichtweise – ein „Magischer Realismus“.